www.paritaet-bayern.de: Paritätischer Wohlfahrtsverband, Landesverband Bayern e.V. https://oberbayern.paritaet-bayern.de/ Paritätischer Wohlfahrtsverband, Landesverband Bayern e.V. Aktuelle Meldungen de www.paritaet-bayern.de: Paritätischer Wohlfahrtsverband, Landesverband Bayern e.V. https://oberbayern.paritaet-bayern.de/fileadmin/verband/bund_2015/theme/img/icon_newsfeed.gif https://oberbayern.paritaet-bayern.de/ 16 16 Paritätischer Wohlfahrtsverband, Landesverband Bayern e.V. Aktuelle Meldungen TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Wed, 28 Jan 2026 16:31:02 +0100 Fortbildungsreihe "Antisemitismus und Rassismus gegen Sinti und Roma erkennen und kompetent begegnen" https://oberbayern.paritaet-bayern.de//aktuelles/fachinformationen/fachinformation/archive/2026/01?tx_ttnews%5Bday%5D=28&tx_ttnews%5Btt_news%5D=31674&cHash=141982d4a1cb18e26c6e1a4d13062b96

]]> Inhalte:

Diskriminierung im Arbeitskontext äußert sich häufig subtil: Sie zeigt sich in abwertenden Bemerkungen, stereotypen Zuschreibungen, ungleichen Aufstiegschancen oder strukturellen Benachteiligungen, die sowohl das Arbeitsklima als auch die individuellen Entwicklungsmöglichkeiten von Beschäftigten beeinflussen. Um dem wirksam zu begegnen, ist es notwendig, Diskriminierungsrisiken systematisch zu erkennen, intersektionale Perspektiven einzubeziehen und Maßnahmen zu entwickeln, die ein respektvolles, gerechtes und inklusives Arbeitsumfeld fördern.

Der Workshop richtet den Fokus auf Organisationsentwicklung als strategisches Instrument, um Diskriminierung präventiv zu adressieren und Vielfalt nachhaltig in Arbeitsalltag, Strukturen und Kultur zu integrieren. Dabei gehen wir über ein Diversity-Management hinaus, das primär auf Effizienz, Zielerreichung und Personalgewinnung ausgerichtet ist, und stellen eine wertegeleitete Diversity-Orientierung in den Mittelpunkt. Diese orientiert sich an gelebter Praxis, Anerkennung der Verschiedenheit von Beschäftigten und Differenzsensibilität, sodass individuelle Erfahrungen, Lebenslagen und strukturelle Ungleichheiten systematisch berücksichtigt werden.

Referent*innen: 

Radoslav Ganev ist Politikwissenschaftler, Gründer von Romanity e.V. und Doktorand an der Katholischen Stiftungshochschule in München.

Julia Cholewa ist Sozialarbeiterin, Soziologin und Trainerin für Social Justice & Diversity. Sie ist freiberufliche Referentin und Lehrbeauftragte an verschiedenen Hochschulen sowie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule München.


Datum: 26. Februar 2026, 9 bis 17 Uhr

 

Zielgruppe: Leitungskräfte 

 

Ort: München (Adresse wird nach Anmeldung versendet)

 

Anmeldung unter: https://forms.office.com/e/PVUcfvf25P (Modul 8) 

 

Veranstalter: Stiftung VFS, VFS Campus

 

Kontakt: demokratie.verbindet@stiftung-vfs.de

 

Kosten: keine

 

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Region Oberbayern Zivilgesellschaft und Demokratie Der Paritätische Mitgliedsorganisationen Wed, 28 Jan 2026 16:31:02 +0100
Frühjahrs-Ausschreibung 2026 - Digitale Gemeinschaften https://oberbayern.paritaet-bayern.de//aktuelles/fachinformationen/fachinformation/archive/2026/01?tx_ttnews%5Bday%5D=22&tx_ttnews%5Btt_news%5D=31632&cHash=a28a0e70a6c61c29216ea1d48aa749bd

]]> Kooperationsprojekte-Förderprogramm Frühjahrsausschreibung 2026
  • 4000€ für Medienprojekte (Eigenmittel nicht notwendig)
  • Zielgruppe: Kinder & Jugendliche aus München
  • Bewerbung mit Antragsformular per E-Mail an interaktiv@jff.de
  • Online-Beratungstermin: 28.01.2026 14:00 Uhr in MS-Teams
  • Bewerbungsfrist: 20.02.2026 
  • Schwerpunktthema: Digitale Gemeinschaften 

Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link:

https://interaktiv-muc.de/fruehjahrs-ausschreibung-2026/r

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Region Oberbayern Kinder und Jugend Digitalisierung Weitere Anbieter Thu, 22 Jan 2026 14:25:05 +0100
MIETENDEMO // Endspurt! Nur noch ein Monat! https://oberbayern.paritaet-bayern.de//aktuelles/fachinformationen/fachinformation/archive/2026/01?tx_ttnews%5Bday%5D=14&tx_ttnews%5Btt_news%5D=31594&cHash=92b2d624865826cead029ecd5e3b4335

]]> Hier finden Sie den Aufruf der Kampagne MIETENSTOPP zur Mietendemo am 07.02.2026, an der sich der Paritätische Bezirksverband Oberbayern ebenfalls beteiligt:

In exakt einem Monat ist es soweit, dann steigt unsere Demo. Sorgen wir gemeinsam dafür, dass diese MIETENDEMO zu einem eindrucksvollen, hörbaren Signal der Mietenbewegung wird!!! 

Ihr seid natürlich gefragt!

Hier vier wirklich einfache Schritte, wie ihr unkompliziert uns dabei helfen könnt:

#1 Folgt uns! 
… auf Instagram. Wir folgen euch im Gegenzug ebenfalls und so wachsen wir gemeinsam und haben hoffentlich dadurch eine größere Verbreitung.

#2 Ruft auf! 
… geht auf unsere Homepage und ruft hier mit eurer Mietergemeinschaft, eurer Initiative, eurer Gruppe, eurer Organisation oder eurem Verband zur MIETENDEMO auf. Sobald ihr eine Mail an vernetzung@mietendemo-muenchen.de verschickt habt, setzen wir euch auf die Homepage.

Schon dabei: #ausspekuliert | Abbrechen Abbrechen | Arbeitskreis kritische Sozialarbeit | Architects for Future München | Bündnis90/Die Grünen München Stadt | Candidplatz für alle | Common Ground | Deutscher Mieterbund | DGB Region München | DMB Landesverband Bayern | DMB Lansdesverband Sachsen | GEW München | Kampagne Mietenstopp | Kobel13 | Kooperative Großstadt eG | Die Linke Deutschland | Die Linke Bayern | Die Linke München | Ligsalz8 | Mehr Lärm für München | Mietendeckel jetzt! | Mieterbeirat München | Mietergemeinschaft Burmester-Bauernfeindstraße | Mietergemeinschaft HEK (Hiltensperger Ecke Krumbacher) | Mietergemeinschaft Herzogstraße 86 | Mietergemeinschaft Mieter am Park | Mietergemeinschaft Oberländer 5 | Mietergemeinschaft Palais Südfriedhof | Mieterverein Bochum | Mieterverein Düsseldorf e.V | Mieterverein Köln | Mieterverein Nürnberg | Mieterverein München e.V. | Münchner Flüchtlingsrat | Münchner Forum | Offen! für eine solidarische Gesellschaft | Paradieschen Augsburg | Der Paritätische in Bayern Bezirksverband Oberbayern | Recht auf Stadt Köln | Stattpark Olga | #StopHeimstaden Berlin | ver.di München | Wörth8 e.V.

#3 Mobilisiert vor Ort! 
Hier könnt ihr Sticker, Flyer & Plakate bestellen.

#4 Kommt!
München ist immer eine Reisewert!  Wir freuen uns auf rege Teilnahme aus der ganzen Republik, von Aachen bis Zittau.

Wir sehen uns am 7. Februar 2026 in München!


liebe Grüße
Matthias Weinzierl
MIETENSTOPP

mietendemo.org

 

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Region Oberbayern Zivilgesellschaft und Demokratie Veranstalter/Anbieter/Träger Mitgliedsorganisationen Wed, 14 Jan 2026 11:22:54 +0100
KI-Pilot-Werkstatt für Mitgliedsorganisationen des Paritätischen - Aufruf zur Einreichung von Projektkonzepten für 2026 https://oberbayern.paritaet-bayern.de//aktuelles/fachinformationen/fachinformation/archive/2025/12?tx_ttnews%5Bday%5D=12&tx_ttnews%5Btt_news%5D=31519&cHash=0e20b28e067da20430404ad65621b7c3

]]> Mit der KI-Pilot-Werkstatt hat der Paritätische Gesamtverband ein Projekt gestartet, das Mitgliedsorganisationen des Paritätischen dabei unterstützt, eigene KI-Projekte erfolgreich umzusetzen. Jährlich werden 1–2 ausgewählte Pilotprojekte intensiv begleitet und monatliche Austauschformate für alle Interessierten angeboten. Teilnehmende profitieren von praxisnaher Projektbegleitung, Expertenwissen zu KI-Produktentwicklung, Datenschutz, Compliance und KI-Ethik sowie von der Erfahrung anderer Organisationen.

Zielgruppe 

  • Mitglieder des Paritätischen Gesamtverbandes oder seiner Landesverbände 

  • Organisationen mit einem KI-Projekt in der Konzeptphase (noch nicht umgesetzt) 

  • Projektverantwortliche, die Ownership übernehmen wollen, aber keine IT-Projektmanagement-Expertise haben 

So können Sie teilnehmen

Das Projekt startet im Januar 2026. Um daran teilnehmen zu können, müssen Sie sich mit ihrer Organisation bewerben. Dazu ist das  Einsenden eines ausgefüllten Projektkonzepts ausreichend.

Ausführliche Informationen zum Aufbau und Ablauf des Projektes sowie zu den Teilnahmebedingungen finden Sie unter dem nachfolgenden Link auf der Seite des Paritätischen Gesamtverbandes.

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Mitgliederangelegenheiten Region Bayernweit Region Mittelfranken Region Niederbayern Region Oberbayern Region Oberfranken Region Oberpfalz Region Schwaben Region Unterfranken Der Paritätische Fri, 12 Dec 2025 17:19:44 +0100
Mietendemo in München https://oberbayern.paritaet-bayern.de//aktuelles/fachinformationen/fachinformation/archive/2025/12?tx_ttnews%5Bday%5D=09&tx_ttnews%5Btt_news%5D=31494&cHash=f361a16338e1400b192f36970622692d

]]> Weitersagen: Kommt zur Mietendemo in München am 7. Februar 2026!]]> Hallo zusammen! 

am 7. Februar 2026 startet die hoffentlich größte, bundesweite Mietendemo im süddeutschen Raum. Wir hoffen auf ein starkes Signal!

 

Die Mobilisierungs-Materialien (Sticker, Flyer Plakate) sind im Druck und ab dem 1.1.2026 wollen wir mit der Mobilisierung so richtig loslegen

IHR SEID GEFRAGT!

Ihr habt an einer Hand fünf Finger - und mit fünf kleinen Schritten könnt ihr die Mietendemo unterstützen

SCHRITT EINS: Unterstützt den Aufruf zur Mietendemo hier.
SCHRITT ZWEI: Bestellt Sticker, Flyer und Plakate (ab 12.12.).
SCHRITT DREI: Werdet Mietendemo Supporter*in hier.
SCHRITT VIER: Teilt unsere Mietendemo-Beiträge auf Insta hier.
SCHRITT FÜNF: KOMMT AM 7.2.26 NACH MÜCNHEN

Wir hoffen Ihr seid dabei!!!
Euer Team Mietendemo

#mietendemomuc26

Kampagne MIETENSTOPP
c/o DMB Landesverband Bayern e.V.
Sonnenstraße 10
80331 München
info@mietenstopp.de
mietenstopp.de


 

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Region Oberbayern Soziale Sicherung Wohnungslosigkeit Demokratie stärken Veranstalter/Anbieter/Träger Weitere Anbieter Tue, 09 Dec 2025 14:09:30 +0100
Einladung zur Fortbildungsreihe „Antisemitismus und Rassismus gegen Sinti und Roma erkennen und kompetent begegnen" https://oberbayern.paritaet-bayern.de//aktuelles/fachinformationen/fachinformation/archive/2025/09?tx_ttnews%5Bday%5D=10&tx_ttnews%5Btt_news%5D=31169&cHash=213a494170ed3b0882b506334c517f2d

]]> Modul 1 : 02. Oktober 2025, 9 bis 17 Uhr

Diskriminierungskritisches Diversity und Leitungskompetenzenen 

Veranstalter Stiftung VFS, VFS Campus: "In dem Workshop stellen wir das Konzept des „Diskriminierungskritischen Diversity“ vor, das wir im Zusammenhang mit unserem Konzept „Social Justice und Radical Diversity“ entwickelt haben. Schwerpunkte werden dabei Antisemitismus und Rassismus gegen Roma und Sinti sein. 

Ausgehend davon besprechen wir Leitungskompetenzen und kommen darüber zur konkreten Bearbeitung der möglichen Umsetzung in den jeweiligen Arbeitsbereichen der Teilnehmenden. Unterstützend dafür werden folgende Fragen sein, u.a.: Wie kann Ihr Arbeitsbereich auf allen Handlungsfeldern so gestaltet sein, dass Diskriminierung wahrgenommen und letztlich diskriminierende Praxen abgeschafft werden? Wie kann die Idee des Diskriminierungskritischen Diversity professionell realisiert werden, sodass alle Mitarbeiter*innen in ihrer radikalen Vielfalt arbeiten, ohne von Diskriminierung getroffen zu sein und ohne ihr So-Sein „verstecken“ zu müssen?"

 

Referent*innen:

Leah Carola Czollek, Sozialpädagogin, Leiterin und Mitbegründerin des Instituts »Social Justice und Radical Diversity«.

 

Gudrun Perko, Prof. Dr., Philosophin, Professorin für Sozialwissenschaften mit den Schwerpunkten Gender, Diversity und Mediation an der Fachhochschule Potsdam (Fachbereich Sozial- und Bildungswissenschaften). 

Sie ist Mitbegründerin und Leiterin des Instituts »Social Justice und Radical Diversity«. 

 

Ort: München (Adresse wird nach Anmeldung versendet)

Anmeldung unter: https://forms.office.com/e/PVUcfvf25P (Modul 1) 

Veranstalter: Stiftung VFS, VFS Campus

Kontakt: demokratie.verbindet@stiftung-vfs.de

Kosten: keine

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Region Oberbayern Allgemeine Informationen Zivilgesellschaft und Demokratie Mitgliedsorganisationen Wed, 10 Sep 2025 09:33:17 +0200
Keine Zeit für Krisenfälle – Familien müssen monatelang auf Beratung und Unterstützung warten https://oberbayern.paritaet-bayern.de//aktuelles/fachinformationen/fachinformation/archive/2025/07?tx_ttnews%5Bday%5D=16&tx_ttnews%5Btt_news%5D=31011&cHash=97a77191eb1f95470a9b40953cf89a0b

]]> Pressemitteilung

16.07.2025

München baut ab – soziale Stadt muss bleiben!

Die Arbeitsgemeinschaft der Münchner Wohlfahrtsverbände ist besorgt! Heute:

Keine Zeit für Krisenfälle – Familien müssen monatelang auf Beratung und Unterstützung warten

Eine Trennung oder Scheidung stürzt Familien in eine Krise, das Leben wird auf den Kopf gestellt, die neue Situation bringt Verunsicherung und Ängste, gerade bei Kindern. In vielen Fällen brauchen die Eltern externe Unterstützung, um weiterhin eine zum Wohle des Kindes förderliche Elternverantwortung wahrnehmen zu können. Beratungsstellen von freien Trägern der Jugendhilfe beraten hier schon lange, übernehmen aber seit 2022 Aufgaben des Jugendamtes und unterstützen Sorgeberechtigte bei Trennung und Scheidung und bei der Ausübung des Sorgerechts und des Umgangsrechts. Die Beratungsstellen übernehmen Erstgespräche bzw. Clearings der Anfragen, die Betreuung und Begleitung der Eltern bei beschleunigten Verfahren im Familiengericht zu den Themen: Umgangsregelung, Herausgabe des Kindes, Aufenthaltsbestimmung und Übertragung der gemeinsamen elterlichen Sorge bei Nicht-Verheirateten, ebenso bei häuslicher Gewalt oder sexuellem Missbrauch und sind wichtige Stellen bei Opferschutzmaßnahmen. Gerichtliche Verfügungen, wie z. B. begleiteter Umgang in Verbindung mit Elternberatung sollen zügig für die Familien verfügbar sein.

Trennungseltern werden direkt an eine Ehe-, Partnerschafts-, Familien- oder Lebensberatungsstelle bzw. eine Erziehungsberatungsstelle verwiesen, die den weiteren Kontakt zu den Familien übernehmen soll.

Die prekäre Haushaltssituation der Landeshauptstadt München führt dazu, dass im Bereich der freien Träger unabwendbare Kostensteigerungen wie Tariferhöhungen oder inflationsbedingte Steigerungen nicht ausglichen werden. Dies bedeutet für Beratungsstellen, dass Beschäftigte Stunden reduzieren müssen und das Beratungsangebot deutlich eingeschränkt werden muss. Dadurch verlängern sich die Wartezeiten für Familien in einer Krisensituation. Doch gerade Trennungssituationen bergen ein hohes Konfliktpotential. Trennungsfamilien haben einen erhöhten und dringenden Beratungsbedarf, Termine dazu müssen ohne lange Wartezeiten vergeben werden können.

Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV) München beispielsweise musste Anfang Juli 15 Wochenstunden beim Personal einsparen, was dazu führt, dass die Beratungsstelle nun freitags geschlossen ist und sich die Wartezeit für einen Termin auf mindestens drei Monate verlängert. Auch kann der Verein die rückwirkend seit April geltenden Tariferhöhungen für sein Personal nicht ausbezahlen. „Für Familien, die sich in einer akuten Trennungssituation befinden, ist es wichtig, zeitnah einen Beratungstermin zu erhalten. Oft steht die existenzsichernde Beratung im Vordergrund, finanzielle Angelegenheiten sind zu klären, Anträge zu stellen oder es besteht unmittelbarer Handlungsbedarf, wenn Fristen einzuhalten sind. Hier müssen schnell Termine vergeben werden können“, so Claudia Liszewski, Leiterin der Beratungsstelle des VAMV.

Längere Wartezeiten bedeuten eine zunehmende Verschlechterung der herausfordernden Situation und eine Zuspitzung der Krise, bis hin zu einer Eskalation.  „Durch eine Begleitung der Familien in Trennungssituation können die Kinder bei belastende familiengerichtliche Verfahren stabilisiert werden. Gerade weil das Jugendamt die Beratung bei Trennung und Scheidung an die Beratungsstellen delegiert hat, steht die Stadt in der Verantwortung, die Versorgung sicher zu stellen und die Träger so auszustatten, dass Familien schnelle Hilfe erhalten, denn es geht hier auch um die Sicherung des Kindeswohls“, appelliert Karin Majewski, Sprecherin der Arge Freie München und Geschäftsführerin des Paritätischen Wohlfahrtsverbands. „Mit den aktuellen finanziellen Mitteln ist es weder möglich, den aktuellen Standard zu halten, noch die dringend benötigten zusätzlichen Fachpersonalstunden zu schaffen.“

Auch in verschiedenen Erziehungsberatungsstellen können freiwerdende Stellen nicht sofort nachbesetzt werden, da Kosten eingespart werden müssen, um die Existenz der Beratungsstellen als solche nicht zu gefährden. Einige Erziehungsberatungsstellen können durch die gestiegenen Bedarfe bei gleichzeitiger personeller Engpässe derzeit keine Kurse für getrennte Eltern anbieten, die aber vom Familiengericht empfohlen sind. Die Wartezeiten für diese Kurse liegen für Eltern nicht selten bei mehreren Monaten oder sogar länger.

Auch andere Beratungsthemen in der Erziehungs-und Familienberatung benötigen eine rasche Bearbeitung. Nicht wenige Schüler*innen leiden noch immer an den Coronafolgen, nicht selten melden sich Familien mit massivem Schulabsentismus an, der Druck auf die Familien ist hier sehr groß. Ebenso benötigt Suizidalität bei Kindern und Jugendliche eine sofortige Begleitung zur Abklärung und möglichen Stabilisierung. Immer mehr Kinder zeigen schon sehr früh ein deutliches Integrationsrisiko, das in Kitas und in der Grundschule zu erheblichen Problemen führt. Bei all diesen Themen wochenlange Wartezeiten aushalten zu müssen, ist für die Familien nicht nur eine schwere Übergangsphase bis zu einem Erstgespräch, sondern führt zur weiteren Verschlechterung der Problematik des Kindes. Die knapper werdenden personellen Ressourcen bei gleichzeitig steigenden Bedarfen führen neben längeren Wartezeiten auf einen Ersttermin auch zu kürzeren Beratungsprozessen und zu längeren Abständen zwischen den Terminen, um möglichst vielen Familien Hilfe anbieten zu können. Fachlich ist dies aber oft schwierig, weil die Hilfe nicht so intensiv stattfinden kann, wie sie für eine nachhaltige Veränderung notwendig wäre.

Ansprechpartnerin:

Karin Majewski, Sprecherin ARGE Freie München
Geschäftsführung Paritätischer Bezirksverband Oberbayern
Tel. 089 30611 130, Karin.Majewski@paritaet-bayern.de

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Region Oberbayern Familie Weitere Anbieter Wed, 16 Jul 2025 16:09:23 +0200
Videobotschaften "Wählen gehen für Demokratie und Menschenrechte!" https://oberbayern.paritaet-bayern.de//aktuelles/fachinformationen/fachinformation/archive/2024/05?tx_ttnews%5Bday%5D=27&tx_ttnews%5Btt_news%5D=29372&cHash=3421f1ab26d755811a9ee6dfe001887c

]]> Gemäß unserer handlungsleitenden Werte Vielfalt, Offenheit und Tolerenz engagiert sich der Paritätische in Oberbayern für unsere Demokratie und eine vielfältige Gesellschaft.  Daher ruft er gemeinsam mit anderen dazu auf, am 9. Juni zur Wahl zu gehen. 

Im Rahmen der Kampagen „Wählen gehen für Demokratie und Menschenrechte!“ wurden zahlreiche Social-Media-Clips erstellt, in denen sich Teilnehmer*innen des Münchner Demokratiedialogs zum Motto „Wählen gehen für Demokratie und Menschenrechte!“ positionieren.

Hier finden Sie drei der Social-Media-Clips.

OB Dieter Reiter: https://youtube.com/shorts/HxqI4iOCFus?feature=shared

Karin Majewski: https://youtube.com/shorts/q372OoHdoPU?feature=shared

Verena Bentele: https://youtube.com/shorts/fFAVTyLn8Jw?feature=shared

Alle Videobotschaften können Sie auf der Website der Stadt München unter https://go.muenchen.de/waehlen-gehen sehen.  

 

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Region Oberbayern Zivilgesellschaft und Demokratie Mon, 27 May 2024 15:46:03 +0200
„Welche Hilfe bieten das Münchner Jugendamt und die Münchner Jugendhilfe für Kinder und Jugendliche mit Behinderung und ihre Familien?“ https://oberbayern.paritaet-bayern.de//aktuelles/fachinformationen/fachinformation/archive/2024/02?tx_ttnews%5Bday%5D=29&tx_ttnews%5Btt_news%5D=28897&cHash=403f20aac04f5dc25507f13ecba24a1a

]]> ]]> „Wir brauchen den Austausch und viel mehr Kontakt mit einander“ war die entscheidende Erkenntnis von Vertreter*innen der Eingliederungshilfe und der Kinder- und Jugendhilfe am Ende der Podiumsdiskussion am 27.02.2024 in der Aula der Realschule der Stiftung Pfennigparade.

Zu dieser hatte der Paritätische Bezirksverband Oberbayern unter der Fragestellung „Welche Hilfe bieten das Münchner Jugendamt und die Münchner Jugendhilfe für Kinder und Jugendliche mit Behinderung und ihre Familien?“  eingeladen.

Die Inputs der beiden Podiumsgäste Eva Götz (Stadtjugendamt München) und Oswald Utz (Behindertenbeauftragter der Stadt München) wiesen Fortschritte hin zu einer bedarfsgerechten Versorgung von Familien mit behinderten Kindern durch das Jugendamt auf, zeigten aber auch auf, dass noch große Lücken bestehen. Beide Gäste waren sich einig – die mit dem Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG) eingeführten Verfahrenslots*innen sind ein Segen für Familien – und für das Jugendamt eine notwendige neue Kapazität.

Anlass für die Veranstaltung ist der Reformprozess der Kinder- und Jugendhilfe. Mit der Verabschiedung des KJSG am 10. Juni 2021 hat deren inklusive Weiterentwicklung konkret gestartet. Die Kinder- und Jugendhilfe richtet sich seitdem explizit an alle Kinder und Jugendlichen – auch an diejenigen mit geistiger oder körperlicher Behinderung.

In Vertretung für die erkrankte Jugendamtsleiterin Esther Maffei skizzierte Eva Götz (Abteilung Jugendhilfeplanung) das Inklusionsverständnis des Jugendamts und benannte exemplarisch bereits existierende Leistungen. Hierzu zählen die Frühen Hilfen für Familien mit Kindern im Alter bis 3 Jahren. Auf dem Gebiet des Schutzes behinderter Mädchen und Frauen vor Gewalt fördert das Jugendamt seit langem hier tätige freie Träger. Die mit dem KJSG seit Januar 2024 eingeführten Verfahrenslots*innen sind auch für das Jugendamt eine große Bereicherung.

Diese Feststellung unterstützte auch der Behindertenbeauftragte der Stadt München, Oswald Utz.
„Die Verfahrenslots*innen sind ein Segen für die Familien.“ Diese werden an die Hand genommen und im Zuständigkeitsdschungel zwischen Eingliederungshilfe und Jugendhilfe begleitet. Oswald Utz berichtete aus seiner Beratungspraxis, in der er Familien mit behinderten Kindern als sehr belastet beschrieb. Allem voran verursacht durch den Zuständigkeitsstreit zweier Sozialleistungssysteme, den die Familien als Verschiebebahnhof erleben. Lobend hub Oswald Utz hervor, dass die Stadtverwaltung München viel hinzugelernt habe – z.B. durch die Überarbeitung der Elternbriefe. Das Ergebnis sind Elternbriefe, die den Bedarf von Kindern mit Behinderungen differenziert begegnen.

Der Paritätische wird den mit der Podiumsdiskussion gestarteten Austausch zwischen der Eingliederungshilfe und der Kinder- und Jugendhilfe fortsetzen.

München, 04.03.2024

Beate Frank
Fachberatung Behindertenhilfe Entgelte SGB IX
Bezirksverband Oberbayern

Anmerkungen des Behindertenbeauftragten der Stadt München Herrn Oswald Utz zum Bedarf behinderter Kinder, Jugendlicher und ihrer Familien (Auszug)

Ich begrüße die Zusammenlegung der Hilfen in eine Hand, zum einen endet dadurch hoffentlich ein wenig der Verschiebebahnhof und zum anderen werden damit alle Kinder (behindert oder nicht) zusammen ins Blickfeld genommen.

Ich sehe große Herausforderungen, sowohl personell als auch inhaltlich, für den Träger, der in Zukunft die Leistungen erbringen wird.

Ich persönliche bevorzuge die Kommune als Leistungsträger, weil ich Politik vor Ort in die Pflicht nehmen mag für die Anliegen, Bedürfnisse und Bedarfe der Kinder und Jugendlichen vor Ort. Ich erhoffe mir dadurch auch eine leichtere Koordination vor Ort (Jugendzentren, Freizeitangebote, Beratungsstellen, AEH´s ...).

Ich kann aber durchaus die Befürchtungen der Träger der Behindertenhilfe sowohl zur Zusammenlegung der Hilfen als auch das Übertragen der Hilfen auf die Kommune verstehen. Schon jetzt ist es so, dass sowohl beim Bezirk als auch bei der Kommune, nach meiner Wahrnehmung, die Kapazitätsgrenzen erreicht sind.

Die Einrichtung der Verfahrenslotsen empfinde als eine wirkliche Unterstützung der Leistungsberechtigen.

Ich kann uns nur allen raten, dass wir uns jetzt schleunigst auf den Weg machen sich gegenseitig kennenzulernen (ambulant und stationär, Bezirk und Kommune sowohl auf politischer wie auch auf der Verwaltungsebene), um so gut wie möglich auf die Zusammenlegung der Hilfen vorbereitet zu sein.

gez. Oswald Utz

 

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Fachbereich Kinder / Jugend / Familie Fachbereich Teilhabe von Menschen mit Behinderungen Region Oberbayern Inklusion Kinder und Jugend Menschen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen Der Paritätische Thu, 29 Feb 2024 20:24:09 +0100