Bezirksverband Oberbayern

Kontakt

Karin Majewski
Geschäftsführerin
Der Paritätische in Oberbayern

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Trägerkreis

Mit freundlicher Unterstützung

Wohnungraum für LGBTI*-Geflüchtete

Wer sind wir?

Der Kreis der Träger, die sich um lesbische, schwule und trans* Geflüchtete in München und Umland kümmern, besteht aus fünf paritätischen Mitgliedsorganisationen und dem Paritätischen Bezirksverband Oberbayern selbst.  

Als Geflüchtete kamen in München viele Menschen an, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung in ihren Heimländern verfolgt wurden. In vielen Regionen der Welt sehen sich lesbische, schwule und trans* Geflüchtete Diskriminierung, Gewalt und Todesangst ausgesetzt. Einige von ihnen fliehen aus dieser für sie ausweglosen Situation nach Deutschland. Diese Menschen (und gegebenenfalls ihre Kinder) sind häufig tief traumatisiert und benötigen spezifische Hilfe.

Was ist unser Vorhaben?

Viele der Geflüchteten haben eine lange, beschwerliche Flucht hinter sich. Trotz der traumatischen Fluchterlebnisse haben sie es nach Deutschland geschafft und schon vieles unternommen, um Teil unserer Gesellschaft zu werden. Viele haben ihre Deutschkenntnisse verbessert und verschiedene Bildungsangebote wahrgenommen. Neben der Sprache und Bildung ist auch das eigene Heim eine wesentliche Voraussetzung, um Teilhabe und Partizipation zu erfahren.

Leider ist es für diese Zielgruppe aktuell besonders schwierig, bezahlbaren Wohnraum in München zu finden. Hier setzt unser Vorhaben an. Mit einer Kampagne möchten wir  gerne alle Menschen ansprechen, die über Wohnraum verfügen und bereit sind anerkannte lesbische, schwule und trans* Geflüchtete in München und Umland zu unterstützen.

Bitte helfen Sie mit, dass Agnes, Eddie, Freynesys (*Namen und Bespiele erfunden) wirklich bei uns  ankommen können und  einen Platz finden, an dem sie leben können.

Für wen* suchen wir Wohnungen?

(* fiktive Beispiele beziehen sich jeweils auf eine der drei Person auf den Plakaten)

Agnes, 42 Jahre lebte mit ihrem mittlerweile 2 jährigen Sohn in Kenia und hat dort Grafikdesign studiert. Sie wurde mit ihrer Partnerin, mit der sie versteckt eine Beziehung führte „erwischt“, von der Nachbarschaft zusammengeschlagen und wachte im Krankenhaus wieder auf. Als sie von der Polizei gesucht wurde, floh sie aus dem Land. Homosexuelle Menschen bleiben in Kenia nicht selten lebenslänglich inhaftiert, lesbische Frauen werden dort „korrektiv vergewaltigt“ und vor Gewalttaten anderer Gefangener nicht geschützt. Agnes hat im Oktober 2018 ihre Flüchtlings-Anerkennung bekommen, lernt seither intensiv Deutsch und ist auf Job- und Wohnungssuche. Da sie bislang nichts gefunden hat, lebt sie nach wie vor in einer Gemeinschaftsunterkunft.

Eddie, 27 Jahre kommt aus Uganda und ist Schwul. Seit er in Deutschland ist, hat er auf vielen Sofas geschlafen. Es gab aber auch Nächte, in denen er keine Übernachtungsmöglichkeit fand. Seine jetzige Wohnsituation ist leider schwierig mit seinem Studium zu vereinbaren, da Eddie keine Rückzugsmöglichkeiten zum Lernen hat und sehr weit außerhalb wohnt. Wenn er eine feste Wohnung hätte, könnte er sich besser auf sein Studium konzentrieren, hätte einen sicheren Ort und müsste sich nicht ständig vor Übergriffen sorgen und auf einen Schlafplatz hoffen.  

Frenesys, 30 Jahre ist ein trans* Frau aus Honduras. Frenesys spricht kein Englisch und auch Deutsch fällt ihr noch schwer. Durch Rassismus, die Sprachbarriere und Transfeindlichkeit fühlt sie sich mehrfach diskriminiert. Auch das viele ihrer trans* Freund_innen Zuhause dringend ihre Unterstützung bräuchten, belastet sie sehr. Durch verschiedene soziale Kanäle versucht Frenesys in Deutschland ein Bewusstsein über die Situation ihrer Freunde in der Öffentlichkeit zu schaffen und sammelt Spenden. Gleichzeitig versucht Frenesys so ihre schlimmen Erfahrungen aus der Vergangenheit zu verarbeiten. Durch eine Wohnung wäre ihr eine Sorge mehr genommen.

Wie können Vermieter/Unterstützer teilnehmen?

Eine Geschichte eines Ehrenamtlichen Mentors zur Veranschaulichung
„Die schönste Geschichte, die ich bei der Wohnungssuche für zwei Mentees erlebt habe, war die einer Lehrerin aus Freising, die ihre 2-Zimmer-Wohnung (nach Auszug der Tochter) bei Ebay-Kleinanzeigen annonciert hatte. Meine beiden befreundeten Mentees Matthew und Lateef haben sich für die Wohnung beworben. Es gab viele BewerberInnen. Aber am Ende hat sich die Wohnungseigentümerin für Matthew und Lateef entschieden. Ihre Begründung: „Ich möchte die Wohnung gern denen geben, die es am schwersten haben, eine Wohnung zu bekommen.“ Die beiden jungen Männer aus Nigeria wohnen noch heute dort. Und es hat sich ein freundschaftlicher Kontakt zur Vermieterin und ihrem Mann entwickelt. Imme zu Weihnachten werden die beiden (und ich als ihr Mentor) zum Weihnachtsessen und auf den Weihnachtsmarkt nach Freising eingeladen.“

 

Sie haben ein Wohnung oder Zimmer zu vermieten? Sie möchten Geflüchtete ehrenamtlich bei der Wohnungssuche unterstützen? Oder Sie haben eine Frage zu unserer Kampagne?

Dann wenden Sie sich bitte  an uns.

Karin Majewski
Geschäftsführerin
Der Paritätische in Oberbayern

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